💡 Theoretisch sind auf Meereshöhe ~10.3 m möglich — praktisch verbleiben nach Abzug von Rohrreibung, NPSH und Sicherheitszuschlag meist 6–8 m. Saugleitung kurz und dicht halten, Pumpe möglichst nahe am Wasserspiegel aufstellen. Die maximale Saughöhe muss immer positiv sein.
▸ 📈 Dampfdruck-Kurve Wasser
Sättigungsdruck über Temperatur — Betriebspunkt live
Dampfdruck-Tafel Wasser (Sättigung)
Temperatur [°C]
pv [Pa]
pv [mbar]
Auszug aus Haar/Gallagher/Kell: NBS/NRC Wasserdampftafeln (Hrsg. Grigull), Springer 1988. Zwischenwerte werden linear interpoliert; die markierte Zeile ist der Stützpunkt zur eingegebenen Wassertemperatur.
So funktioniert's
① Der Luftdruck am Standort treibt das Wasser in die Saugleitung — je höher über Meer, desto weniger Druck steht zur Verfügung. ②–③ Aus Luftdruck und Wasserdichte ergibt sich die theoretisch maximale Saughöhe Hb (auf Meereshöhe ~10.3 m). ④ Die Rohrreibung der Saugleitung (inkl. Fussventil und Einzelwiderstände) geht als Höhenverlust Hf weg. ⑤ Der NPSH-Wert der Pumpe (Datenblatt) und ein Sicherheitszuschlag (≥ 0.5 m) werden abgezogen. ⑥ Warmes Wasser verdampft früher: Der Verdampfungsdruck pv (Dampfdruck-Tafel) reduziert die Saughöhe zusätzlich — sonst droht Kavitation. Ergebnis: hmax ist die maximal zulässige geodätische Höhendifferenz zwischen Wasserspiegel und Pumpe. Ist sie negativ, ist Saugbetrieb nicht möglich (Pumpe tiefer setzen oder Zulaufbetrieb wählen).