Regenwasserrechner AWEL — Entwässerungsplanung, Retention & Versickerung
📖 AWEL-Regenwasserrechner 2022 (Baudirektion Kanton Zürich) · SN 592 000 · SN 640 350
Teilflächen mit Jahres-/Spitzenabflussbeiwert (Ca, CS) · Ψa-Minimalanforderung · Retentionsvolumen von Versickerungsanlagen inkl. Wassertiefe hÜ · Retention bei gedrosselter Ableitung (Q347, Regenintensitäten az/bz)

Objektbeschrieb

Grundstück bzw. Betrachtungsperimeter gemäss Entwässerungsplan
Gemeinde
Kat.-Nr. des Grundstücks/Perimeters
Grundstücks-/Perimeterfläche
Alle Teilflächen des Perimeters unten erfassen — die Summe der Teilflächen muss der Perimeterfläche entsprechen (Kontrollfeld in der Fusszeile).
Σ Teilflächen [m²]
Σ Ared,S Ableitung [m²]
Σ Ared,a Ableitung [m²]
Ψa Grundstücksabflussbeiwert

Teilflächen gemäss Entwässerungsplan

CS/Ca automatisch aus dem Oberflächentyp (SN 592 000 Ziffer 7.3.6) · Ared = C · A
Nr.BezeichnungOberflächentypEntwässerungsartMaterial und Nutzung Teilfläche A [m²] CS Ared,S [m²] Ca Ared,a [m²]
Σ Teilflächen
Ared,S=CS · A   (Spitzenabfluss — Bemessung Retention/Versickerung)
Ared,a=Ca · A   (Jahresabfluss — Nachweis Ψa)

Summe der abflusswirksamen reduzierten Flächen nach Entwässerungsart

EntwässerungsartAred,S [m²] (CS)Ared,a [m²] (Ca)

Prüfung der Minimalanforderung an den mittleren Grundstücksabflussbeiwert Ψa

Mittlerer Grundstücksabflussbeiwert Ψa Ψa = Σ Ared,a (Ableitung) / APerimeter
Massgebliche Anforderung
Ist die massgebliche Anforderung an Ψa erfüllt?
Kommunale Anforderung an Ψa
leer = kantonale Minimalanforderung Ψa ≤ 15 %
%
Wenn im kommunalen GEP oder in einer anderen kommunalen Planung eine Minimalanforderung an Ψa festgelegt wurde, ist die kommunale Anforderung massgeblich. Ohne kommunalen Wert gilt die kantonale Minimalanforderung Ψa ≤ 15 %.

📊 Flächenbilanz

Teilflächen → Entwässerungsarten · Ψa-Skala

Oberflächentypen — Abflussbeiwerte (Referenz)

Jahresabflussbeiwert Ca · Spitzenabflussbeiwert CS gemäss SN 592 000 Ziffer 7.3.6
OberflächentypCaCSErläuterungen / Beispiele

Versickerungsanlage

Dimensionierung des Retentionsvolumens von Versickerungsanlagen
Anlagen-Typ
Bezeichnung der Anlage
Angeschlossene Flächen-Nr.
Angeschlossene abflusswirksame Fläche Ared,S
Versickerungswirksame Fläche AV
bei oberirdischen Anlagen AV ≈ AÜ (Überstaufläche)
Grundfläche AG
Fläche am tiefsten Punkt der Anlage
Massgebendes Sickermaterial
Humus, Kies, Rohboden usw.
Spezifische Sickerleistung Sspezif
Bereich 0.5 … 2.0 für Oberboden oder Wert gemäss Versickerungsversuch bzw. Angaben Hydrogeologie
l/(min·m²)
Sickerleistung QS QS = AV · Sspezif / 60

Überlaufjährlichkeit und Parameter az / bz der Regenintensität

Regenintensitäten nach SN 640 350 (Ausgabe 2001), Oberflächenentwässerung von Strassen
Überlaufjährlichkeit z
Bereich 0.2 … 10 · Normalfall z = 1 oder kommunale Anforderung
Jahre
az az = 23.621 + 9.5684 · ln(z)
bz bz = 0.2162 + 0.0133 · ln(z)
Retentionsvolumen VRet [m³] (gerundet)
Wassertiefe hÜ [m] (offene Mulden)
Massgebende Regendauer TR [min]
Sickerleistung QS [l/s]

📊 Anlagenschema & Bemessungsdiagramm

Querschnitt mit Wassertiefe hÜ · Vzu/VS über die Regendauer — grösste Differenz = VRet

Berechnung des Retentionsvolumens

VRet = max(Vzu − VS) über alle Regendauern
TR [min]rz [mm/h][l/(s·ha)]Regensumme [mm] Qzu [l/s]Vzu [m³]VS [m³]VRet [m³]hÜ [m]
– Eingaben erfassen –
rz=az / (TR/60 + bz) [mm/h]  ·  [l/(s·ha)] = rz / 0.36
Qzu=r · (Ared,S + AV) / 10'000
Vzu=Qzu · TR · 60 / 1000  ·  VS = QS · TR · 60 / 1000  ·  VRet = Vzu − VS
hÜ3 · VRet / (AÜ + √(AÜ · AG) + AG)

Einleitstelle

Dimensionierung des Retentionsvolumens bei gedrosselter Regenwasserableitung
Fliessgewässername an der Einleitstelle
X-Koordinate der Einleitstelle
Y-Koordinate der Einleitstelle

Beurteilung der Notwendigkeit einer Drosselung der Einleitung in ein Fliessgewässer

1) Beurteilung des Grundstücksabflusses
Grundstücks-/Perimeterfläche APerimeter
Reduzierte Fläche mit Ableitung vom Grundstück Σ Ared,a
Mittlerer Grundstücksabflussbeiwert Ψa = Σ Ared,a / APerimeter — ist Ψa höher als 15 %?
2) Einleitmenge ins Gewässer grösser als minimaler Grenzwert?
Reduzierte Fläche mit Einleitung in Fliessgewässer Σ Ared,S
Regenintensität r1
0.014 l/(s·m²) für Jährlichkeit z = 1 oder kommunale Anforderung
l/(s·m²)
Einleitmenge QE,1 = r1 · Σ Ared,S — ist QE,1 grösser als 20 l/s?
3) Zulässiges Einleitverhältnis überschritten?
Niedrigwasserabfluss des Fliessgewässers Q347
Q347 ist bei der kantonalen Fachstelle (AWEL) anzufragen
l/s
Zulässige Drosseleinleitmenge QDrossel = 10 · Q347 — ist QE,1 grösser als QDrossel?
Wurden alle drei Fragen 1–3 mit «Ja» beantwortet?

Kommunale Anforderung zur Drosselung der Einleitung in Regen- oder Mischabwasserkanalisation

Drosselmenge der Einleitung in RW- oder MW-Kanalisation
Wenn ein Wert > 0 angegeben wird, wird dieser für die Berechnung des Retentionsvolumens berücksichtigt (statt QDrossel = 10 · Q347)
l/s
Überlaufjährlichkeit z
bei Einleitung in Fliessgewässer z ≥ 1 (kantonal) · bei Einleitung in Kanalisation: kommunale Vorgabe
Jahre
az az = 23.621 + 9.5684 · ln(z)
bz bz = 0.2162 + 0.0133 · ln(z)
Wirksame Drosselmenge für die Berechnung
Retentionsvolumen VRet [m³] (gerundet)
Massgebende Regendauer TR [min]
Drosselmenge [l/s]
Einleitmenge QE,1 [l/s]

📊 Anlagenschema & Bemessungsdiagramm

Retention mit Drossel vor der Einleitung · Vzu/Vab über die Regendauer — grösste Differenz = VRet

Berechnung des Retentionsvolumens

VRet = max(Vzu − Vab) über alle Regendauern
TR [min]rz [mm/h][l/(s·ha)]Regensumme [mm] Qzu [l/s]Vzu [m³]Vab [m³]VRet [m³]
– Eingaben erfassen –
Qzu=rz · Σ Ared,S (Einleitung) / 10'000
Vab=QDrossel · TR · 60 / 1000  ·  VRet = Vzu − Vab
Ergibt die Berechnung ein Retentionsvolumen von weniger als 5 m³, kann auf die Drosselung und die Erstellung des Retentionsvolumens verzichtet werden. Ergibt die Berechnung ein Retentionsvolumen von 5–10 m³, ist ein Retentionsvolumen von 10 m³ zu erstellen.