Verbraucher erfassen, Gleichzeitigkeit anwenden, Bemessungsstrom der Zuleitung bestimmen — Motoren mit Anlaufstrom, Motorschutzschalter und Anlaufmoment. Kabelwerte gelten für Kupferleiter.
Bestimmt, ob mit √3 (dreiphasig) oder ohne (einphasig) gerechnet wird.
V
Nur ausfüllen, wenn die Anlage von 230/400 V abweicht.
–
Wirkt zusätzlich zum Faktor der einzelnen Verbraucher.
Zuleitung — für den Querschnitts-Vorschlag und den Anlauf-Spannungsfall.
Der vollständige Belastbarkeits- und Schutznachweis (Häufung, Bedingung I₂ ≤ 1.45·Iz)
gehört ins Modul Strombelastbarkeit & Kabelwahl.
°C
Die Iz-Tabellen gelten für Kupfer.
m
Nötig für den Anlauf-Spannungsfall.
%
Erfahrungs-Richtwert, keine Normvorgabe — der Motor muss mit der eingebrochenen Spannung noch anziehen.
▸2Verbraucher▸ öffnet die Kennwerte der Zeile
Bezeichnung
Art
Anzahl
Leistung
IN
IA
Bedarf
▸3AnschlussleistungSumme und Bemessungsstrom
Installierte Leistung
Σ P · n
—
Leistungsbedarf
Σ P · n · g · gges
—
Scheinleistung
S = √3 · U · IB / 1000
—
Bemessungsstrom der Zuleitung
IB = Σ IN · n · g · gges
Annahme der Anlauf-Betrachtung: EIN Motor läuft an, alle übrigen Verbraucher
laufen mit ihrem Bedarfsstrom weiter. Massgebend ist der Motor mit dem grössten
Anlaufstrom. · IN = P · 1000 / (√3 · U · cos φ · η) ·
IA = IN · (IA/IN) ·
MN = 9550 · P / n · Spannungsfall rein ohmsch (cos φ = 1).
▸5Ladeinfrastruktur (E-Mobilität)Was der Anschluss für Ladepunkte hergibt
Die Ladeleistung ist keine eigene Anschlussleistung — sie ist das, was vom
Hausanschluss nach dem Gebäudebedarf übrig bleibt. Die Reserve für das Gebäude lässt
sich mit «⬇ übernehmen» direkt aus der Anschlussleistung oben einsetzen.
A
A
kW
Stk.
kW
–
Beim dynamischen Lastmanagement regelt die Anlage selbst — der Faktor entfällt dort.
Stk.
Ladepunkte sind Dauerverbraucher — die Häufung zählt hier voll.
m
%
Richtwert nach NIN für Verbrauchsmittel-Stromkreise.
Eigenverbrauch und Energie
kW
Tatsächlich verfügbare Leistung, nicht kWp.
kW
Datenblatt-Leistung, nicht kWh.
h/Tag
kWh/100 km
Ergebnis der Ladeinfrastruktur
Freie Leistung für die Ladung
PLade = min(PUV; PHaus − Reserve)
—
Ladeleistung je Ladepunkt
—
Gleichzeitig ladend
—
Strom je Ladepunkt / je Aussenleiter
I = P · 1000 / (√3 · U) bzw. P · 1000 / ULN
—
Auslastung des Anschlusses
—
Mindest-Ladeleistung
Pmin aus 6 A je Phase (IEC 61851-1)
—
Zuleitung eines Ladepunkts
Iz · kϑ · kh ≥ In
—
Spannungsfall zum Ladepunkt
ΔU = fU · In · L / (κ · A)
—
Energie je Tag / je Ladepunkt / Reichweite
—
Annahmen: Mindest-Ladeleistung aus 6 A je Phase (IEC 61851-1) — 3~ rund 4.2 kW,
1~ rund 1.4 kW; die oft genannten 3.7 kW sind 16 A einphasig, keine Normgrenze.
· PV und Batterie erhöhen die Anschlussleistung nicht — nachts liefern
sie nichts, deshalb bleibt die Auslegung ohne sie. · Einphasige Ladepunkte
werden als gleichmässig auf die drei Aussenleiter verteilt angenommen. ·
Der Querschnitt gilt für die Zuleitung EINES Ladepunkts, bemessen auf seinen Nennstrom
mit Temperatur- und Häufungsfaktor; er ist das rechnerische Minimum aus Iz —
der vollständige Schutznachweis (Bedingung I₂ ≤ 1.45·Iz) gehört ins Modul
Strombelastbarkeit & Kabelwahl. ·
Eine Katalogstufe rechnet aus ihrem Nennstrom: «11 kW» sind 16 A dreiphasig und
ergeben bei 400 V 11.09 kW. · Fehlerstrom-Schutz (RCD Typ B bzw.
Typ A mit 6-mA-DC-Erkennung, IEC 62955) rechnet GEMA nicht — er ist zwingend.
Der cos φ kommt aus der Verbraucherliste — er wird über das Leistungsdreieck
aller erfassten Verbraucher gebildet (Σ P und Σ P·tan φ), nicht geschätzt. Beide
Felder lassen sich übersteuern; dann gilt der eingetragene Wert.
kW
—
—
Üblich 0.92–0.95. Vollkompensation (≈ 1) wird nicht ausgelegt.
Dreieck braucht für dieselbe Blindleistung ein Drittel der Kapazität.
Erforderliche Kompensationsleistung
QC = P · (tan φ₁ − tan φ₂)
Kondensator-Strom und Absicherung
IC = QC / (√3 · U) · Richtwert 1.5 · IC
—
Scheinleistung vorher → nachher
S = P / cos φ
—
Strom vorher → nachher
I = S / (√3 · U) · 1000
—
Wirtschaftlichkeit
Tarife sind Eingaben, keine Tabelle. Grenz-cos-φ und der Preis je kvarh legt
der Netzbetreiber fest und sie ändern sich — eine hinterlegte Tabelle wäre binnen
kurzem still veraltet. Werte aus der Stromrechnung bzw. beim Werk erfragen.
h/a
—
Ab hier wird Blindarbeit verrechnet — werkabhängig.
CHF/kvarh
CHF/kWh
Für die Verlustersparnis in der eigenen Zuleitung.
CHF
Leer lassen, wenn die Amortisation nicht interessiert.
Verrechnete Blindarbeit vorher → nachher
Wb = P · (tan φ − tan φGrenz) · h
—
Ersparnis Blindarbeit
ΔWb · Preis
—
Verluste der Zuleitung vorher → nachher
PV = fP · I² · L / (κ · A) · (cos φ₁/cos φ₂)²
—
Ersparnis Verluste
ΔPV · h · Preis
—
Ersparnis im Jahr
Blindarbeit + Verluste
—
Amortisation
Investition / Ersparnis
—
—
Was diese Rechnung nicht abdeckt:
Oberschwingungen, Resonanz und die Auslegung der Verdrosselung — dafür braucht es eine
Netzanalyse; der Anteil der Umrichter-Antriebe erscheint nur als Hinweis. ·
Die Aufteilung in Einzel-, Gruppen- oder Zentralkompensation und die Stufung einer
geregelten Anlage. · Die Kondensator-Stufen sind eine
Richtwert-Reihe aus Herstellerkatalogen, keine Normreihe. ·
Gerechnet wird mit gleichbleibenden Preisen; Tarifänderungen verschieben die
Amortisation. · Ströme und Scheinleistungen dieser Karte folgen dem
Leistungsdreieck (S = P/cos φ) — der Bemessungsstrom in Karte 3 ist die arithmetische
Summe der Einzelströme und damit bewusst konservativer.